H2Oh 2

 

Tönisvorst 8. August 2021

In Tönisvorst sorgt das Thema der Fortsetzung des Betriebes des Freizeitbades H2Oh! weiter für Furore. In einer am 03.09. veröffentlichten Vorlage schlägt die Stadtverwaltung Tönisvorst nun die Schließung des Sauna- und des zugehörigen Gastrobereiches vor und möchte zugleich die Millionenförderung des Bundes für die Erneuerung der Wasserrutsche absagen. Es soll nunmehr lediglich in eine Sanierung der bestehenden Rutsche investiert werden. Auch das anliegende „Haus des Sports“, welches unser DLRG als ein wichtiger Anlaufpunkt dient, soll abgerissen werden und das Grundstück verkauft werden. Diesbezüglich hat die CDU-Fraktion viele Fragen.

Für die CDU bestätigt sich nun der Eindruck, der bereits bei den Haushaltsberatungen 2021 im April befürchtet worden ist: „Die SPD-geführte Stadtverwaltung möchte das Schwimmbad mittelfristig schließen. Noch bei den Haushaltsberatungen, bei der die Investition in die neue Wasserrutsche behandelt, und auf Drängen von SPD, Grüne, GUT und UWT2020 mit einem Sperrvermerk versehen worden ist, hieß es, dass dies nicht die Schließung des Bades bedeute. Mit der nun vorgeschlagenen Neuausrichtung gehen die Fraktionen nun den nächsten Schritt, ein klarer Wortbruch“, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU-Fraktion. „In der Tat verwundert die Haltung der Stadtverwaltung, da zuletzt am 10.04.2019 in einer Pressemitteilung auch der Bundestagsabgeordnete Udo Schiefner (SPD) betonte, dass die Förderung den Weiterbetrieb des beliebten Bades sichere“, heißt es weiter.

Bei der Sitzung des Hauptausschusses am 16.09. soll nun eine Empfehlung an den Rat der Stadt Tönisvorst zur Entscheidung ausgesprochen werden. „Wir setzen uns als CDU weiterhin dafür ein, dass das Tönisvorster Schwimmbad eine Zukunft hat. Die Investitionen in die Luftfilteranlage und der Wasserrutsche macht das Schwimmbad noch attraktiver für die vielen Besucherinnen und Besucher, dies wollen wir sicherstellen“, resümieren die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Anja Lambertz-Müller und Thomas Kroschwald. Auch die Junge Union Tönisvorst macht sich für den Erhalt des Schwimmbades stark und unterstützt den Antrag der CDU im Hauptausschuss: „Für Schülerinnen und Schüler ist die Rutschbahn wesentlicher Teil des Familienbads. Ohnehin fehlen in Tönisvorst schon jetzt attraktive Freizeitmöglichkeiten, insbesondere für junge Menschen. Durch die Schließung würde sich dies weiter verschärfen. Wir fordern daher Bürgermeister Uwe Leuchtenberg auf, seine Aussage, dass der Schwimmsport und die Senkung der Nichtschwimmerquote ihm am Herzen liegt, wahr zu machen und die Vorlage zurückzuziehen“, so JU-Vorsitzender Michael Landskron.

Hintergrund: Das im Eigentum der Stadt stehende Bad wird seit 2009 von der NEW als Pächterin betrieben. Der Pachtvertrag mit der NEW wurde am 30.09.2019 um 5 Jahre verlängert.

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